„Vorarlberg ist und bleibt ein sicheres Land. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis klarer Prioritäten, konsequenter Arbeit und einer engen Zusammenarbeit zwischen Bund, Land, Gemeinden und Polizei“, betont VP-Sicherheitssprecher Guido Flatz anlässlich der neuen Sicherheitsvereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Inneres und dem Land Vorarlberg.
Die Vereinbarung setzt dort an, wo sich neue Herausforderungen zeigen: bei der Jugendkriminalität, bei Cyberkriminalität, bei Extremismusprävention, beim Kampf gegen illegale Migration und bei der Stärkung regionaler Sicherheitsstrukturen. Besonders wichtig ist für Flatz, dass Prävention und konsequentes Handeln gemeinsam gedacht werden: „Sicherheit entsteht durch sichtbare Polizei, durch moderne Ausstattung, durch gute Ausbildung und durch frühes Hinschauen. Gerade bei Jugendlichen müssen wir klare Grenzen setzen, aber auch Wege aus der Kriminalität eröffnen.“
Ein Schwerpunkt liegt auf der Bekämpfung von Jugendkriminalität. Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen unter 21 Jahren ist in Vorarlberg von 3.226 im Jahr 2016 auf 4.339 im Jahr 2025 gestiegen. Mit der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Jugendkriminalität, der engen Zusammenarbeit mit der Offenen Jugendarbeit und dem Projekt „Spurwechsel“ werden gezielte Maßnahmen gesetzt, um Wiederholungsdelinquenz zu reduzieren und Jugendliche wieder auf einen guten Weg zu bringen.
Auch die Cyberprävention wird weiter ausgebaut. Geplant ist unter anderem ein Cybercrime-Training-Center am Standort der Polizeiinspektion Sulz. „Kriminalität verlagert sich zunehmend in den digitalen Raum. Deshalb braucht es spezialisiertes Wissen, laufende Weiterbildung und eine starke Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Gemeinden und Sicherheitsbehörden“, so Flatz.
Gleichzeitig wird weiter in Personal und Infrastruktur investiert. Die Exekutivstellen in Vorarlberg wurden seit 2014 von 865 auf 987 Vollzeitäquivalente erhöht. Für 2026 ist die Aufnahme von 82 Polizeischülerinnen und Polizeischülern vorgesehen. „Mehr Sicherheit braucht auch die Menschen, die täglich für diese Sicherheit einstehen. Unsere Polizistinnen und Polizisten leisten hervorragende Arbeit. Sie verdienen Rückhalt, moderne Arbeitsbedingungen und eine verlässliche Personalplanung“, betont Flatz.