Ein dichtes Programm absolvierte diese Woche eine Delegation von Schweizer Abgeordneten in Wien. Nationalrat Norbert Sieber, in seiner Funktion als Obmann der bilateralen parlamentarischen Gruppe, betonte den konstruktiven Austausch und die wichtige strategische Partnerschaft mit der Schweiz.
Für den Vorarlberger Abgeordneten ist die Schweiz als Nachbarland von besonderer Bedeutung. Sieber lud die Delegation zu mehreren Expertengesprächen ein. Ein wichtiges Thema war mitunter der grenzüberschreitende Verkehr zwischen den beiden Ländern (S 18 Bodensee Schnellstraße). Im Bereich Landwirtschaft standen der Umgang mit dem Wolf sowie Herausforderungen im Alpenraum im Mittelpunkt. Ziel war es, von den Erfahrungen des jeweiligen Nachbarn zu lernen.
„Die engen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und Österreich zeigen sich auch im Tourismus und in der Wirtschaft“, führte Abgeordneter Norbert Sieber aus. Dieses Faktum wurde insbesondere beim Besuch der Handelskammer Schweiz–Österreich–Liechtenstein hervorgehoben. Für den österreichischen Tourismus zählen Gäste aus der Schweiz immerhin zur viertwichtigsten Zielgruppe.
Im Rahmen des dreitägigen Besuchs von 18. bis 20. Mai durfte auch eine Besichtigung der neu gestalteten interaktiven Räumlichkeiten des Parlaments, des Demokratikums, nicht fehlen. Den kulturellen Höhepunkt bildete ein Besuch der Spanischen Hofreitschule. Am Mittwoch stand neben einer bilateralen Aussprache auch ein Besuch der Nationalratssitzung auf dem Programm. Den Abschluss bildete ein Besuch beim Präsidenten des Nationalrates, Dr. Walter Rosenkranz.
Die Leiter der beiden Delegationen, Norbert Sieber und Nicolò Paganini, zogen eine positive Bilanz. Sie betonten die enge Zusammenarbeit in vielen Politikbereichen sowie die langfristige strategische Partnerschaft. „Schließlich ist Österreich für die Schweiz ein bedeutender Partner in der EU“, so Sieber.